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Richtig kühlen

Mit dem medizinischen Kühlgerät kühlen Sie das betroffene Körperareal wirkungsvoll über anatomisch geformte Körpermanschetten. Hier finden Sie einige Tipps und Hinweise zu den empfohlenen Kühl-Intervallen und dem "richtigen" Kühlen und Wärmen. 

Die gleichbleibende Kühltemperatur, die Sie nach der Empfehlung Ihres Arztes bzw. nach Ihrer persönlich als angenehm empfundenen körperlichen Wahrnehmung bestimmen können, ist ab 4 Grad Celsius frei einstellbar, sollte im Temperaturbereich von 4 bis 10 Grad aber nur kurzfristig in akuten Situationen angewendet werden.

Die Empfehlung der dauerhaften Kühltemperatur liegt zwischen 12 und 19 Grad Celsius. Ihr Körperempfinden ist dabei der beste Hinweis. Sie sollten sich mit der eingestellten Kühltemperatur einfach wohl fühlen, um so lange wie möglich kühlen zu können! Achten Sie auf die Kühl-Empfehlung Ihres behandelnden Arztes; vor allem aber auf Ihr persönliches Wohlbefinden während des Kühlvorgangs. Sie selbst bestimmen, wie kalt und wie lange Sie kühlen. 

Achtung!  Knochenbrüche oder blutende Stellen sollten Sie nicht kühlen bzw. nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt! 

Hinweis! Lagern Sie den zu kühlenden Körperbereich immer hoch, d.h. über Herz-Niveau, um einen verbesserten Blut- und Lymphabfluss während des Kühlvorgangs zu ermöglichen. 

Gerade in den ersten 48 Stunden nach einer Operation oder Verletzung sollte so dauerhaft wie möglich gekühlt werden, wobei Gewebetemperaturen unter 15 Grad vermieden werden sollten! Nach Operationen des Bauch-Raumes, wie z.Bsp. Bauchdeckenplastiken, sollte eine Gewebe-Kühlung unter 27 Grad Celsius nur auf besondere ärztliche Anweisung erfolgen!

Kälte- und Wärmeanwendungen können Schmerzen und Entzündungen lindern. Wichtig ist dabei das richtige, regelbare Kühlen und/oder Wärmen, um die Gefahr der „Reaktiven Hyperämie“ zu unterbinden.

„Für eine entzündungshemmende Wirkung muss die Gewebetemperatur des betreffenden Gelenks so lange Zeit abfallen, dass sich das Gelenk auch nach 10-20 Minuten nach der Kältetherapie noch kühl anfühlt.“ heißt es in den News des Berufsverbandes Deutscher Internisten e.V.. Diese Aussage stammt von Berufsverband Deutscher Rheumatologen in Bad Aibling, Dr. Gert Reutter-Simon. Weiter führte er aus: „Wenn die Anwendung zu kurz erfolgt, werden hingegen nur die oberen Hautschichten gekühlt. Darauf würde der Körper mit stärkerer Durchblutung reagieren, was für das entzündete Gelenk ungünstig ist, da es ohnehin schon stärker durchblutet ist. Eine Steigerung der Schmerzen könnte dann sogar die Folge sein. Dies lässt sich durch eine ausreichend lange Kälteeinwirkung auf die so genannten Tiefenrezeptoren aber verhindern. Eine Grundregel für die Dauer der Kühlung lautet: Je weiter das Gelenk von der Körpermitte entfernt ist, umso kürzer sollte die Kälteanwendung dauern. Bei Kindern sollte vor allem auch auf das Alter des Kindes geachtet werden, denn je nach Alter, Gewicht bzw. Größe des Kindes sollte individuell zeitlich unterschiedlich lange gekühlt werden.“ Fakt ist, dass es beim Kühlen weder zu Schmerzen, noch zu einem stechenden Gefühl kommen sollte. „Bei Kindern muss insbesondere darauf geachtet werden, dass die Anwendungen nicht zu kalt und zu lang sind. Es sollte auch immer der Zustand der Haut mit betrachtet werden, denn weiße Flecken auf der Haut sind ein Warnzeichen, dass die Anwendung zu kalt ist oder bereits zu lange andauert.

Bei leichtgradig rheumatisch entzündeten Gelenken empfinden manche Patienten allerdings nicht selten auch milde Wärmebehandlungen als angenehm, die zudem die Beweglichkeit des Gelenks verbessern können.“

Richtiges Kühlen und Wärmen hat viele positive Auswirkungen auf den Körper

Wärme ist Voraussetzung für viele Heilungsprozesse. Durch Wärme erweitern sich die Blutgefäße, so dass mehr Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen der entzündeten Gelenke gelangen können. Wärme wirkt muskelentspannend und schützt die Sehnen. Wärmen macht beweglicher und fördert das Wohlbefinden, sollte aber nur dann erfolgen, wenn das Gelenk nicht entzündet und nicht geschwollen ist. Für Wärmeanwendungen wird empfohlen, die Wärme nicht unmittelbar auf das Gelenk zu richten, sondern vor allem die umgebende Muskulatur zu wärmen.

Die Kältetherapie ist ein hoch wirksames Schmerzmittel und kann bei akut entzündeten und geschwollenen Gelenken eine sehr wirksame Behandlung sein. Sie lindert die Reizung der Gelenkhaut, senkt den Stoffwechsel und wirkt abschwellend und schmerzlindernd.

Allerdings ist ein zu langes, zu tiefes Abkühlen gefährlich, ebenso wie ein zu kurzes, zu tiefes Kühlen eher das Gegenteil des beabsichtigten Erfolges bewirkt: eine noch stärkere Durchblutung und eine noch stärkere, noch schmerzhaftere Schwellung. Aus diesem Grund machen einige Patienten auch negative Erfahrungen mit dem Kühlen an sich, denn das Kühlen mit Kühlpads ist in der Regel zu kalt und zu kurz, was den Körper gleich danach dazu anregt, mit einer verstärkten Durchblutung und einem erhöhten Stoffwechsel entgegenzuwirken. Dadurch kommt es zu weiteren Schwellungen, Überwärmung durch Entzündung des Gewebes und Durchblutungsstörungen.

Das kurze, extrem kalte Kühlen bewirkt im Körper ein Verengen der Blutgefäße und führt zu einem damit verbundenen Nähr- und Sauerstoffmangel (Ischämie). Die (nach Entfernen der Kühlpads) darauf folgende natürliche Überwärmung erhöht den Sauerstoffbedarf der Zellen an dieser Stelle wiederum so stark, dass der Körper die Versorgung nicht leisten kann. Dadurch sterben weitere Zellen ab. Es werden flüssigkeitsbindende Proteine frei, die zur Bildung weiterer Ödeme führen.

Hyperämie ist der medizinische Ausdruck für die verstärkte Durchblutung eines Gewebes oder Organs. Die Hyperämie eines Gewebes entsteht auf der Basis einer Erweiterung der versorgenden Blutgefäße. Sie kann physiologisch sein, z.B. der Ausdruck einer gesteigerten metabolischen Aktivität oder einer funktionellen Inanspruchnahme oder pathologisch, z.B. als Begleitsymptom einer Entzündung.

Von einer reaktiven Hyperämie spricht man, wenn die Hyperämie nach vorausgegangener Ischämie (Sauerstoffmangel) auftritt.

Um genau diesem Prozess – der reaktiven Hyperämieentgegen zu wirken, ist es wichtig, das richtige Kühlen zu erlernen, bzw. ein Gerät zur Verfügung zu haben, dass die Vorteile der Kälte- und Wärmetherapie regulierbar und steuerbar macht. Denn genau diese Steuerbarkeit, die Dauerhaftigkeit, die Temperaturkonstanz und die Kontinuität einer entzündungshemmenden Thermo-Therapie können die angebotenen Eispacks und Kirschkernkissen nicht bieten.

Bei entzündlichen Prozessen, die immer mit erhöhter Durchblutung des Gewebes verbunden sind,  gilt es,  den Sauerstoffbedarf der Zellen zu senken. Und dies geschieht am besten, am natürlichsten und effizientesten mit einer regelbaren Kältetherapie.  Eine Absenkung der Gewebetemperatur durch Kältetherapie auf 10°C reduziert die Stoffwechselgeschwindigkeit um 50%, wodurch auch der Sauerstoffbedarf erheblich reduziert wird. Somit reicht die Sauerstoffmenge, die das geschädigte Gewebe erreichen kann, dann aus, um das Gewebe zu regenerieren. Dabei ist eine längere Kühlung des geschädigten Gewebes auf  > +15°C ideal, um einerseits die Stoffwechselgeschwindigkeit zu senken, andererseits aber die Lymphdrainage aktiv zu erhalten, um schädliche Stoffe und abgestorbene Zellen abtransportieren zu können.

Eine regelbare, gradgenau einstellbare, temperaturkonstante Kältetherapie ist die Voraussetzung  für eine Unterstützung des Heilungsprozesses, denn Gewebe-Temperaturen unter 15°C stören die Lymphdrainage, unter 10°C den Stoffwechsel und die Durchblutung und unter 5°C stellen die Nerven die Weiterleitung der Nervenimpulse ein.

Mit den Thermotherapiegeräten von Thermazone können Sie all diesen Voraussetzungen gerecht werden: Es ist in 20 einstellbaren Stufen der Kälte- und Wärmetherapie von 04°C bis 51 °C regelbar, d.h. Sie stellen ihre Wunschtemperatur ein und kühlen oder wärmen angenehm, dauerhaft und temperaturkonstant .

Die Anwendung ist überall möglich – zuhause, im Auto, über Stunden hinweg, auch nachts. Sie finden kein kleineres, leichteres und handlicheres Gerät! Thermazone ist mobil und ein idealer, nützlicher Begleiter! 

 

 

 

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